Der neue Freund, der neue Feind – Die Reise ins Innere als Fundament eines Lerners

Mit jedem Tag und jeder neuer Erfahrung, lerne ich immer mehr, dass jeglicher Erfolg letztlich nur ein Hindernis kennt.

Uns selbst.

Alles was es auf der Welt zu lernen gibt ist lernbar. Alles was es auf dieser Welt an Materiellen zu erwerben gibt, kann man erwerben. Jede Erfahrung die man machen möchte, kann man erleben. Klar sind die Möglichkeiten dies zu erreichen, für jeden von uns unterschiedlich. Eine kongolesische Frau im ländlichen Raum des Kongos, wird es sehr schwer haben Chef der Deutschen Bank zu werden. Aber die Möglichkeit besteht und darauf kommt es an.

Denn ab dann gibt es nur noch unsere Einstellung und unsere Gedanken, die uns im Weg stehen. Ängste, Sorgen und Zweifel sind auf diesem Weg keine guten Begleiter. Disziplin, Optimismus und Konzentration, sind eher förderlich. Das weiß eigentlich jeder und wird uns in Romanen und Filmen regelmäßig aufgezeigt. Der Held, der nach der ersten Niederlage an sich zweifelt, sich dann aber doch überwindet und für die richtige Einstellung belohnt wird mit dem Erfolg.

Wieso ist eigentlich das tägliche Leben nicht so? Wieso geht es nur in Filmen, denen wir nacheifern und von denen wir träumen. Eine Antwort ist definitiv, dass wir uns unseren Film weder vorstellen noch, dass wir an den Erfolg daran glauben. Wenn man das verstanden hat, dann kann man sich seine Zukunft bilden wie man es möchte.

In den letzten Monaten sah meine Lernlektüre vor allem Bücher vor, die sich um genau das Thema drehten. Beispiele davon sind:

  • The Magic of Thinking Big – David J. Schwartz
  • The Road Less Travelled – M.Scott Peck
  • The Obstacle is the Way – Ryan Holiday
  • Selbstbetrachtungen (Meditations) – Marc Aurel
  • Think and Grow Rich – Napoleon Hill

 

Was mich besonders an den Büchern reizt, ist dass sie sich nicht davor scheuen explizite Aussagen zu treffen. Das soll bedeuten, dass es konkrete Vorschläge gibt wie man etwas machen sollte um sein Ziel zu erreichen. Tu dies, dann wird dir das passieren. Klar, sollte man es nicht komplett unreflektiert behandeln und überlegen wie man etwas wirklich anwenden kann. Jedoch gibt es manche Themen bei denen man den Rat auch einfach befolgen sollte. Zusätzlich helfen mir die Bücher, sich regelmäßig an die Maxime zu erinnern die man sich selbst gesetzt hat. Nur allzu leicht, vergessen wir diese im Alltag.

Zum Abschluss möchte ich noch ein kurzes Beispiel geben. Diese Liste hängt bei mir im Zimmer auf einem Plakat und dient dazu mich täglich an meine Maxime zu erinnern und zu lernen wie man ein glückliches Leben führt.

  • Always prepare ourselves for more difficult times
  • Always accept what we´re unable to change
  • Always manage our expectations
  • Always learn to love our fate and what happens to us
  • Always protect our inner self, retreat into ourselves
  • Always submit to a greater, larger cause
  • Always rewind ourselves of our mortality

(Aus The Obstacle is the Way – Ryan Holiday)

Nun was lernen wir daraus? Ich denke, dass jemand der sich Lernender begreift zwei Bereiche aufmachen sollte die er jederzeit angeht. Der Erste wäre die Metaebene, in der es darum geht uns selbst kennenzulernen und grundlegende Dinge wie Kommunikation, Selbsterkenntnis oder Disziplin zu meistern. Die Zweite wäre dann das Mikro-Level, bei dem man ganz konkrete Fähigkeiten erlernt und Themengebiete erforscht durch Praxis und Theorie. Nur wenn man diese beiden meistert, dann kann man auch wirklich effektiv lernen und sich als Person verbessern.

Leider vergessen wir zu oft die erste Ebene, die allerdings das Fundament darstellt für alle weiteren Erkenntnisse im Leben. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass es uns in der Schule nicht ausreichend beigebracht bekommt, da man etwas wie Selbsterkenntnis nicht objektiv bewerten kann. Aber der wichtigere Grund ist sicherlich, dass es viel Zeit mit sich selber erfordert und diese geben wir uns zu selten. Sich den Raum zu schaffen, ist oftmals sehr schwer.

Der Feind sind wir selber. Entweder steht uns unser Ego im Weg um uns zu öffnen für die Reise ins Innere oder wir geben uns keinen Freiraum.

Der Freund sind wir selber. Wir sind die einzigen die verantwortlich sind für unser Glück und unser Handeln. Wer gut in etwas sein will, muss zu erst sich selbst kennenlernen und seine Schwächen meistern.

 

 

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